Eine Website für Handwerker muss keine 20 Seiten haben. Für den Anfang reichen klare Leistungen, das Einsatzgebiet, echte Projektfotos und ein kurzer Weg zur Anfrage. Beim Baukasten zahlen Sie den Tarif und bringen Ihre eigene Arbeitszeit ein. Wer die Seite erstellen lässt, zahlt bei geckIT für eine statische Firmenwebsite ab 480 Euro brutto.
Empfehlungen bleiben wichtig. Viele Interessenten prüfen einen empfohlenen Betrieb trotzdem zuerst am Smartphone. Dort müssen sie in wenigen Sekunden erkennen, welche Arbeiten Sie übernehmen, wo Sie tätig sind und wie sie Sie erreichen.
Brauche ich als Handwerker überhaupt eine Website?
Ja, wenn neue Kunden Ihren Betrieb über Google finden oder eine Empfehlung prüfen sollen. Auf der eigenen Website können Sie Leistungen, Einsatzgebiet, Referenzen und Kontaktwege so erklären, wie es zu Ihrem Betrieb passt. Ein Eintrag in einem Verzeichnis bietet dafür meist zu wenig Platz.
Es gibt aber keinen Grund, aus Pflichtgefühl eine Website zu bauen. Wenn Ihr Betrieb dauerhaft ausgelastet ist, nur mit Stammkunden arbeitet und keine zusätzlichen Anfragen möchte, hat die Website keine Eile. Dann sollten wenigstens das Google-Unternehmensprofil, Telefonnummer und Öffnungszeiten stimmen.
Für lokale Ergebnisse nennt Google drei Hauptfaktoren: Relevanz, Entfernung und Bekanntheit. Vollständige Unternehmensinformationen und echte Rezensionen helfen Google bei der Zuordnung. Eine eigene Website garantiert keine Platzierung, liefert aber mehr Raum für konkrete Leistungen und Referenzen. Die Kriterien beschreibt Google in der Hilfe zu lokalen Suchergebnissen.
Wann sollten Handwerker eine Website beauftragen?
Lassen Sie die Website erstellen, wenn Ihnen die Zeit für Texte, Gestaltung, Technik und Suchmaschinenoptimierung fehlt oder die Seite von Anfang an auf Anfragen ausgelegt sein soll. Für eine vorläufige Visitenkarte kann ein Baukasten genügen. Ob sich die Website für Ihren Betrieb rechnet und woran Sie das nach dem Start messen, behandelt der Artikel Lohnt sich eine Website für Handwerker?
Was muss eine Handwerker-Website können? Eine Handwerker-Website braucht vier Dinge: klar benannte Leistungen und Einsatzgebiet, Fotos echter Arbeiten, einen sichtbaren Anruf- oder Anfrageweg sowie eine mobile Seite, auf der Schrift, Navigation und Formulare ohne Zoomen funktionieren.
Was muss auf eine Handwerker-Website?
Für den Start genügt oft eine einzige, gut gegliederte Seite (eine Landingpage), wenn diese Inhalte darauf stehen:
- Leistungen: konkret benannt, etwa „Elektroinstallation für Neubau und Altbau“ statt „Wir bieten alles rund um Elektro“
- Referenzfotos: echte Bilder von eigenen Projekten zeigen, welche Arbeiten Sie ausführen
- Kontaktdaten und Kontaktformular: Telefon als klickbarer Link, E-Mail, Standort
- Adresse oder Einsatzgebiet: Kunden müssen erkennen, welche Orte Sie anfahren
- Bewertungen: auf echte Rezensionen verweisen; Zitate nur mit Erlaubnis und Quelle verwenden
- Über den Betrieb: ein, zwei Sätze zur Erfahrung, vielleicht ein Foto vom Team oder vom Chef
Jeder dieser Punkte muss auf dem Handy genauso funktionieren wie am Desktop. Für Indexierung und Ranking verwendet Google die mobile Version einer Website (Mobile-First-Indexierung).
Je nach Kundschaft kann ein WhatsApp-Business-Kanal direkt von der Website sinnvoll sein. Ein QR-Code auf Ihrer Visitenkarte oder am Fahrzeug führt Interessenten ohne Suche zur passenden Seite. Eine digitale Angebotsvorlage gehört dagegen zum späteren Angebotsprozess und ist kein Pflichtteil der Website.
Was kostet eine Handwerker-Website?
Der Preis hängt von Seitenumfang, Texten, Bildern, Kontaktfunktionen, Suchmaschinenoptimierung und späterer Pflege ab. Vergleichen Sie Angebote nur dann direkt, wenn diese Punkte schriftlich beschrieben sind.
Baukasten (Jimdo, Wix, Ionos)
Sie zahlen den jeweiligen Tarif und übernehmen Aufbau, Texte, Bilder und Pflege selbst. Prüfen Sie vor der Buchung, was Domain, E-Mail, Cookie-Einstellungen, Weiterleitungen und ein späterer Export kosten. Die Tarife ändern sich häufig.
Freelancer / kleines Büro
Hier hängt der Preis stark vom Leistungsumfang ab. Lassen Sie festhalten, wer Texte schreibt, Bilder bearbeitet, das Google-Unternehmensprofil verknüpft und nach dem Start Fehler behebt. Bei geckIT beginnt eine Landingpage bei 380 Euro, eine statische Firmenwebsite bei 480 Euro brutto. Wer lieber monatlich zahlt, bekommt die Website inklusive Hosting ab 33 Euro brutto im Monat bei zwölf Monaten Mindestlaufzeit. Verbindlich ist die Preisübersicht. Was bei mir im Leistungsumfang steckt, beschreibt die Seite Webdesign für Handwerksbetriebe.
Agentur
Eine Agentur passt, wenn mehrere Fachleute für Strategie, Gestaltung, Text, Entwicklung oder laufende Kampagnen gebraucht werden. Fragen Sie nach dem konkreten Projektteam und danach, welche Arbeiten später zusätzlich berechnet werden.
Vorhandene Website überarbeiten
Oft muss keine neue Website gebaut werden. Ein Website-Audit zeigt, ob neue Texte, bessere Projektfotos, eine klarere Navigation oder schnellere Kontaktwege ausreichen. Das ist günstiger als ein kompletter Neustart, sofern das vorhandene System noch gepflegt werden kann.
Einen ausführlichen Preisvergleich mit allen Faktoren finden Sie im Artikel Was kostet eine Website 2026?
Selbst mit dem Baukasten bauen oder erstellen lassen?
Baukästen werden oft als die einfache Lösung verkauft. In manchen Fällen stimmt das, etwa wenn Sie schnell eine Platzhalter-Seite brauchen, während der Betrieb gerade erst gegründet wird.
Entscheiden Sie nach Ihrer verfügbaren Zeit. Ein Baukasten passt, wenn Sie Inhalte selbst schreiben, Bilder aufbereiten und die Seite später pflegen möchten. Planen Sie dafür echte Arbeitszeit ein, nicht nur die monatliche Tarifgebühr.
Ein Dienstleister passt, wenn ein fester Abgabetermin, technische Verantwortung und ein abgestimmtes Ergebnis wichtiger sind. Im Angebot sollten Seitentypen, Korrekturschleifen, Hosting, Rechte an Texten und Bildern sowie die Betreuung nach dem Start stehen.
Was Sie vor der Beauftragung vorbereiten sollten
- Leistungen und Orte, in denen Sie Aufträge annehmen
- Acht bis zwölf brauchbare Fotos eigener Arbeiten
- Telefonnummer, E-Mail, Öffnungszeiten und Firmenanschrift
- Eine Person, die Texte und Entwurf verbindlich freigibt
Diese Unterlagen sparen Rückfragen und machen Angebote besser vergleichbar. Fehlen Projektfotos, planen Sie zuerst einen einfachen Fotoablauf auf der Baustelle. Stockbilder können eine Lücke schließen, zeigen aber nicht Ihre Arbeit.
Bevor Sie starten, lohnt ein Blick auf die häufigsten Fehler auf Handwerker-Websites. Wie Sie nach dem Start über die Website Kunden online gewinnen, beschreibt ein eigener Artikel.
Fazit
Für viele kleine Betriebe reicht eine klar aufgebaute Seite mit Leistungen, Einsatzgebiet, Referenzen und Kontakt. Ob Sie sie selbst im Baukasten bauen oder erstellen lassen, entscheidet vor allem Ihre verfügbare Zeit. Angebote vergleichen Sie am besten erst, wenn Umfang, Pflege und laufende Kosten schriftlich feststehen.
Für die Umsetzung heißt das:
- Die Website gehört zu Ihrem eigenen Auftritt und lässt sich unabhängig von einem Branchenportal pflegen
- Echte Projektfotos und nachvollziehbare Kontaktdaten helfen Interessenten bei der Auswahl
- Die mobile Nutzung muss vor Veröffentlichung geprüft werden
- Google-Unternehmensprofil und Website sollten dieselben Firmendaten, Öffnungszeiten und Kontaktwege zeigen
Typische Stolperstellen zeigt der Artikel 10 Fehler auf Handwerker-Websites.
Sie haben bereits eine Website und sind unsicher, ob sie noch passt? Ich sehe sie mir unverbindlich an. Rufen Sie an unter 0178 5749602 oder schreiben Sie mir, dann sage ich Ihnen, welche Änderungen ich für sinnvoll halte.
Für Betriebe in Ostwestfalen-Lippe gibt es eigene Seiten zu Webdesign in Detmold und Webdesign in Bielefeld. Alle Leistungen im Überblick stehen unter Webdesign.